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Der Canal du Midi - Wasserversorgung

Alimentation en eau

Sie können sich vielleicht vorstellen, dass es alles andere als leicht war, einen Kanal zu bauen, der die ganze Ebene des Languedoc durchquert. 12000 Arbeiter waren notwendig! Das Hauptproblem jedoch bestand darin den Kanal mit dem notwendigen Wasser zu versorgen. In der Tat benötigte man sehr viel Wasser. Riquet hatte die geniale Idee, die Bergflüsse und Bäche der “Montagne Noir”  in einen groβen künstlichen Stausee zu leiten (das Bassin de Saint-Ferreol ), von dem aus dann die nötigen Wassermengen in den Kanal eingespeist werden können. Mit seinem 875 Meter langen Staudamm handelt es sich um den gröβten Stausee der damaligen Zeit.

Die Wasserversorgung des Canal du Midi

Eines der Hauptprobleme des Canal du Midi war seine Versorgung mit Wasser. Pierre-Paul Riquet plante, das Wasser aus den naheliegenden Flüssen und Bächen hierfür zu nutzen. Wenn man sich die Karte anschaut, bemerkt man dass der Kanal horizontal zu den natürlichen Wasserläufen verläuft. Denn zunächst glaubte Riquet, er könne zusätzlich zu dem Wasser aus der « Montagne Noir », den Kanal mit Wasser aus diesen Flüssen und Bächen versorgen.

 

Im Jahre 1660 fand Riquet die Lösung für das Problem der Wasserversorgung. Der Canal du Midi wird mit den Bächen und kleinen Flüsssen aus der « Montagne Noir » mit Wasser versorgt: Der Scheitelpunkt des Kanals liegt auf 192 Höhenmetern über dem Meeresspiegel bei Naurouze, dorthin sollen die Gewässer über ein Rinnensystem geführt werden.

So kann der Kanal in beide Richtungen (auf der einen Seite in Richtung Mittelmeer und auf der anderen in Richtung Atlantik) auf natürliche Weise mit Wasser versorgt werden. Stellt man sich nur einmal vor welche riesigen Wassermengen benötigt wurden um den 240 km langen Kanal das ganze Jahr über mit Wasser zu versorgen. Die Lösung dieses Problems war eine wahre Herausvorderung – Riquet hat es geschafft !

Durch seine Tätigkeit als Salzsteuereintreiber hatte Riquet sehr gute geographische und hydrologische Kenntnisse der Gegend. Seine grandiose Idee, bestand darin, ein ausgeklügeltes Rinnensystem zu schaffen, welches das Wasser in ein grosses Staubecken leitete.

Riquet baute den Stausee von St. Ferréol, es war der grösste künstliche Wasserspeicher der damaligen Zeit.  

Von dem Stausee St. Ferréol aus wird das Wasser dann durch eine Rinne bis zur Wasserscheide von Naurouze geleitet . (Diese Bauarbeiten finanzierte Riquet mit seinem Privatvermögen, er konnte jetzt die Durchführbahrkeit seines Kanalprojektes vor Ludwig XIV. beweisen.

1667 begann man mit dem Bau des Canal du Midi. Die Bauarbeiten dauerten 14 Jahre, es wurden mehr als 12000 Männer mobilisiert.

Aber es kamen immer wieder neue Probleme auf...

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